Pädiatrie Schweiz hat kürzlich die Empfehlungen zur perinatalen Betreuung von Frühgeborenen mit extrem niedrigem Gestationsalter überarbeitet. Die Schweizer Empfehlungen versuchen, ein medizinisch und ethisch fundiertes Vorgehen in der Betreuung von Schwangeren und deren Frühgeborenen zu beschreiben, die mit dem Risiko einer Geburt mit extrem niedrigem Gestationsalter (< 28 0/7 SSW) konfrontiert sind.
Sie betonen den beschränkten Wert einer Risikobewertung, die ausschliesslich auf der Grundlage des Gestationsalters basiert. Das Konzept einer auf dem Gestationsalter basierenden Grauzone wurde durch eine strukturierte und individuelle Risikobewertung ersetzt, die aktualisierte nationale und internationale Informationen zu Mortalitäts- und Morbiditätsraten von Frühgeborenen mit extrem niedrigem Gestationsalter berücksichtigt.
Sie erläutern die zentrale Rolle der partizipativen Entscheidungsfindung (shared decision-making) und, was besonders wichtig ist, die aktive Einbindung der Eltern in diesen Prozess unter angemessener Berücksichtigung der elterlichen Autorität und der Autonomie der Schwangeren bei geburtshilflichen Eingriffen.
Sie betonen zudem, dass die Betreuung von Schwangeren mit hohem Frühgeburtsrisiko und Frühgeborenen mit extrem niedrigem Gestationsalter durch ein erfahrenes interdisziplinäres und interprofessionelles Perinatalteam erfolgen muss, welches die Eltern einfühlsam unterstützen kann..
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