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Stillen in der Schweiz: Babys werden länger und häufiger gestillt

Stillen in der Schweiz: Babys werden länger und häufiger gestillt

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Autor*in(nen)/Quelle:
BLV, Stillförderung Schweiz

Alle zehn Jahre führt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) eine Untersuchung zur Ernährung von Säuglingen durch, insbesondere zu den Stillpraktiken, die den Titel Swiss Infant Feeding Study (SWIFS) trägt. Die neueste Studie ist nun verfügbar und zeigt, dass die Empfehlungen zur Säuglingsernährung weitgehend eingehalten werden. Im Vergleich zur vorherigen Erhebung ist eine Zunahme der Dauer und Häufigkeit des Stillens zu beobachten. Mehr Säuglinge werden in den ersten vier Lebensmonaten ausschliesslich gestillt, und auch das teilweise Stillen nimmt zu. Beikost, wie zum Beispiel gekochtes Gemüse, wird – wie bereits in der vorherigen Erhebung – zwischen dem fünften und siebten Lebensmonat eingeführt.

Die Studie wurde bei 1269 Müttern von Babys im Alter von drei bis zwölf Monaten durchgeführt. Neben den Stillpraktiken untersuchte sie die Gesundheit der Säuglinge, die körperliche und psychische Gesundheit der Mütter sowie weitere Aspekte, etwa das Stillen am Arbeitsplatz. Die Ergebnisse ermöglichen es dem Bund, zielgerichtete Informationen zur Säuglingsernährung für Eltern und die beteiligten Fachpersonen bereitzustellen.

Stillförderung Schweiz betont jedoch in ihrer Medienmitteilung vom 1. Dezember, dass die Ergebnisse auch kritisch zu betrachten sind: Aufgrund der Merkmale der untersuchten Stichprobe (die befragten Frauen sind älter, häufiger Schweizerinnen und besser ausgebildet) sowie der Selbstselektionsverzerrung (Stillende haben mehr Anreiz zur Teilnahme als Nicht-Stillende) ist wahrscheinlich, dass die Resultate die tatsächliche Stilldauer und -häufigkeit in der Schweiz eher überschätzen. Die ganze Medienmitteilung kann hier nachgelesen werden.

Autor*in(nen)/Quelle:
BLV, Stillförderung Schweiz
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