Rund ein Drittel aller Kinder in der Schweiz wird per Kaiserschnitt geboren. Die Kaiserschnittraten unterscheiden sich dabei wesentlich zwischen den Kantonen.
Das vorliegende Obsan-Bulletin untersucht anhand von über 740000 Geburten zwischen 2015 und 2023 die Ursachen dieser Unterschiede. Die Analysen zeigen, dass medizinische und soziodemografische Merkmale wie frühere Kaiserschnitte, die Lage des Kindes, das Alter der Mutter oder Mehrlingsschwangerschaften wichtige Einflussfaktoren sind.
Auch nach Berücksichtigung dieser Merkmale bleiben allerdings regionale Unterschiede bestehen. Die Ergebnisse legen nahe, dass neben individuellen Merkmalen auch spitalbezogene Faktoren mit diesen Unterschieden assoziiert sind. Das Bulletin liefert eine wichtige Grundlage für die Diskussion über Kaiserschnitte und die geburtshilfliche Versorgung in der Schweiz.
Der Schweizerische Hebammenverband (Anne Steiner und Andrea Weber-Käser) trugen vor zwei Jahren die initiale Idee, den Versorgungsatlas um das Thema «Kaiserschnittraten in der Schweiz» zu ergänzen, an das Team des Obsan-Gesundheitsobservatoriums heran.
Diese Zahlen sollen eine sachliche und faktenbasierte Diskussion rund um die kantonal unterschiedlich hohen Kaiserschnittraten ermöglichen.
Um das Obsan-Bulletin 04/26 zur Kaiserschnittrate in der Schweiz zu lesen, hier klicken
Um den Artikel «Beim Kaiserschnitt entscheidet das Spital mit» von Medinside vom 12. August zu lesen, hier klicken


