Der Schweizerische Hebammenverband SHV setzt sich gemeinsam mit Partnerorganisationen entschieden für die Annahme der Motion 24.3653 «Schwangerschaft am Arbeitsplatz. Lücken schliessen, Mutterschutz für alle Arbeitnehmerinnen» ein.
Heute verlieren jedes Jahr rund 500 schwangere Frauen kurz vor der Geburt ihren Anspruch auf Arbeitslosentaggelder und damit auch auf Mutterschaftsentschädigung – mit erheblichen Folgen für die finanzielle Sicherheit der Familie und die Gesundheit von Mutter und Kind. Die Motion verlangt, dass diese Frauen während der Schwangerschaft nicht mehr ausgesteuert werden und so ihren Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung behalten. Die Mehrkosten für die ALV werden auf etwa 8 Millionen Franken pro Jahr geschätzt und gelten angesichts der aktuellen Überschüsse als gut tragbar.
Am 10. März 2026 hat nun auch der Nationalrat die Motion angenommen, nachdem sie bereits im September 2025 vom Ständerat gutgeheissen und zuvor von der SGK-N unterstützt worden war. Damit ist ein wichtiger politischer Erfolg auf dem Weg zu einem lückenlosen Mutterschutz erzielt worden. Aus Sicht des SHV ist die Annahme dieser Vorlage ein bedeutender Schritt zu mehr sozialer Sicherheit, zur Reduktion belastender Stresssituationen rund um Geburt und frühe Elternschaft sowie zu faireren Rahmenbedingungen für Frauen, die im Arbeitsmarkt bleiben und ihre finanzielle Unabhängigkeit sichern wollen.
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Motion 24.3653 «Schwangerschaft am Arbeitsplatz. Lücken schliessen, Mutterschutz für alle Arbeitnehmerinnen»
Motion 24.3653 «Schwangerschaft am Arbeitsplatz. Lücken schliessen, Mutterschutz für alle Arbeitnehmerinnen»

Autor*in(nen)/Quelle:
SHV
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