Der Vorschlag zur kostenlosen Verhütung, dem die Genfer Stimmbevölkerung am Sonntag zugestimmt hat, geht weiter als derjenige, der kürzlich im Kanton Neuenburg angenommen wurde. In Neuenburg soll das Angebot nur für unter 30-Jährige gelten. In Genf soll es keine Altersgrenze geben.
Damit wollten die Initiantinnen und Initianten der Sozialdemokratischen Partei (SP) einen gerechten Zugang zur Verhütung für alle garantieren. Und es ist ihnen gelungen, mit dieser Idee 58 Prozent der Stimmbevölkerung zu überzeugen.
Es laufen bereits Bestrebungen, diese Idee über Genf hinaus ins ganze Land zu tragen. Die Berner Nationalrätin Tamara Funiciello kündigte gegenüber dem Westschweizer Radio und Fernsehen an, sie werde im Nationalrat eine Motion für die Einführung kostenloser Verhütungsmittel in der ganzen Schweiz einreichen.
Quelle: SRF, 29. September (den Artikel lesen)

