In einer aktuellen CIRS-Meldung wurde berichtet, dass ein Guthrie-Test bei einem Neugeborenen einige Stunden zu spät durchgeführt wurde, weil das Zeitfenster vom Spitalaustritt bis zur Blutabnahme sehr knapp war. Nach Entdeckung der Verzögerung wurde die Untersuchung sofort nachgeholt. Der Vorfall wurde als mittlere Schwere (Schweregrad II) bewertet – eine Intervention war nötig, es traten aber keine schwerwiegenden Folgen auf.
Was hat zu diesem Ereignis beigetragen?
- schwierige Schnittstelle zwischen Spitalaustritt und ambulanter Betreuung
- fehlende Prozessregelung zur sicheren Terminplanung
- Herausforderungen in der Arbeitsorganisation bei engen Zeitfenstern
Empfohlene Massnahme zur Prävention:
Bereits vor dem Spitalaustritt das richtige Zeitfenster für den Guthrie-Test berechnen und einen fixen Termin mit der Familie vereinbaren.
Der aufgeführte Fall zeigt: Auch für erfahrenen Hebammen kann ein enges Zeitfenster herausfordernd werden – Erfahrungsaustausch und klare Prozesse helfen, Wiederholungen zu vermeiden.
Für weiterführende Informationen zum Neugeborenen-Screening für Fachpersonen, inklusive Guthrie-Test, auf der offiziellen Website des Neugeborenen-Screenings Schweiz hier klicken.
