Die EU-Richtlinien (Minimalstandards) für die Hebammenausbildung sind 30 Jahre alt und bedürfen einer dringenden Anpassung an die heutigen Anforderungen. Einen ersten Vorschlag der EU-Kommission lehnten die europäischen Hebammenverbände ab. Die überarbeitete Version wird voraussichtlich in diesem Jahr in der zuständigen EU-Kommission beraten.
Die ICM (International Confederation of Midwives) hat dazu eine offene Erklärung formuliert, die von 200 führenden Persönlichkeiten aus Lehre und Praxis, institutionellen Vertretungen sowie Organisationen aus 27 EU- und EWR-Staaten unterzeichnet wurde.
Das Dokument unterstreicht die Notwendigkeit einer zukunftsorientierten Aktualisierung der Richtlinie im Einklang mit den ICM-Standards und den WHO-Vorgaben. Diese breite Unterstützung belegt das gemeinsame Engagement, die Richtlinie an aktuellen Evidenzen, den Realitäten der Hebammenpraxis und dem Bedarf in Europa auszurichten.
Der Brief wurde am 7. Mai an die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die exekutive Vizepräsidentin Roxana Mînzatu, sowie an die weiteren Kommissionsmitglieder übermittelt. Dieser offene Brief ist auf der ICM-Website hier abrufbar.


