Impfungen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt sind heute ein wichtiger Hebel der öffentlichen Gesundheit. In diesem Artikel fasst Alessandro Diana die Schweizer Empfehlungen für 2026 praxisnah zusammen. Er basiert auf seinem Vortrag am letzten Schweizerischen Hebammenkongress. Diana beleuchtet zudem die zentrale Rolle der Hebammen bei der Aufklärung und Begleitung werdender und junger Eltern in Impfentscheidungen – und zeigt auf, wie Impfskepsis in der Betreuung konstruktiv aufgenommen werden kann.

Impfungen rund um die Schwangerschaft schützen die schwangere Frau vor bestimmten potenziell schweren Infektionen und zugleich das Neugeborene durch die transplazentare Übertragung mütterlicher Antikörper. Diese passive Immunisierung bietet dem Säugling in den ersten Lebensmonaten einen wertvollen Schutz. In dieser Zeit ist sein Immunsystem noch unreif, und bestimmte Infektionen können schwere Komplikationen verursachen.
In der Schweiz stützen sich die Impfempfehlungen auf den Schweizerischen Impfplan. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erarbeitet ihn in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF). Dieses Dokument dient national als Referenz für die Impfprävention. Es berücksichtigt die verfügbaren wissenschaftlichen Daten und räumt zugleich der individuellen klinischen Beurteilung und der gemeinsamen Entscheidungsfindung mit den Patientinnen einen wichtigen Stellenwert ein.
Vor der Schwangerschaft: vorausschauend planen, besser schützen
Die Zeit vor der Empfängnis bietet eine besonders wichtige Gelegenheit, bestimmten potenziell schweren Infektionen während der Schwangerschaft vorzubeugen. In der klinischen Praxis wird diese Phase jedoch noch häufig zu wenig genutzt.
Vor jeder geplanten Schwangerschaft sollte der Impfstatus der zukünftigen Mutter überprüft und, falls nötig, ergänzt werden, insbesondere gegen Masern, Röteln und Varizellen. Diese Infektionen können während der Schwangerschaft sowohl für die Mutter als auch für den Fötus erhebliche Komplikationen verursachen. Die entsprechenden Impfstoffe sind jedoch attenuierte Lebendimpfstoffe und während der Schwangerschaft aus Vorsichtsgründen kontraindiziert.
MMR und Varizellen
Beim Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff (MMR) gelten zwei nachgewiesene Dosen als Nachweis für einen ausgezeichneten Immunschutz. Eine Serologie ist in der Regel nicht nötig, wenn im Impfausweis eine vollständige Impfung dokumentiert ist. Bei Varizellen lässt sich die Immunität durch eine verlässliche Anamnese zu einer früheren Infektion, eine positive Serologie oder eine vollständige Impfung dokumentieren.
Hepatitis B
Auch der Impfstatus gegenüber Hepatitis B verdient besondere Aufmerksamkeit. Bei unvollständiger oder fehlender Immunisierung kann vor der Empfängnis eine Impfung angeboten werden, um das Risiko einer perinatalen Übertragung zu senken.
Für Hebammen bietet diese präkonzeptionelle Phase eine wertvolle Gelegenheit, die Impffrage in die umfassende Beratung rund um den Kinderwunsch einzubeziehen. Schon eine einfache Frage zum Impfausweis kann manchmal helfen, komplexe Situationen während der Schwangerschaft zu vermeiden.
Während der Schwangerschaft: zwei Personen gleichzeitig schützen
Bestimmte Impfungen werden während der Schwangerschaft ausdrücklich empfohlen, um sowohl die Mutter als auch den Säugling zu schützen. Der indirekte Schutz des Neugeborenen beruht auf der transplazentaren Übertragung mütterlicher Antikörper, die im dritten Trimenon besonders effizient ist.
Keuchhusten
Eine Dosis dTpa-Impfstoff, mit oder ohne IPV (inaktivierter Poliovirus-Impfstoff), wird in jeder Schwangerschaft empfohlen, idealerweise im zweiten Trimenon. Das Hauptziel ist, den Säugling in seinen ersten Lebenswochen zu schützen, bevor er durch eigene Impfungen eine Immunität aufbauen kann.
Die verfügbaren wissenschaftlichen Daten sind besonders solide. Die britische Studie von Amirthalingam et al., die 2014 in The Lancet publiziert wurde, zeigte, dass die mütterliche Impfung gegen Keuchhusten das Risiko schwerer Verläufe bei Säuglingen unter sechs Monaten um mehr als 90 Prozent senken konnte.
Wichtig ist auch: Dieser Schutz bleibt relevant, selbst wenn die Impfung erst spät in der Schwangerschaft verabreicht wird. Die Daten zeigen, dass sich eine Schutzwirkung noch beobachten lässt, wenn der Impfstoff bis etwa sieben Tage vor der Geburt verabreicht wird. In der Praxis heisst das: Es ist praktisch nie «zu spät», diese Impfung anzubieten. Diese Strategie zählt heute zu den überzeugendsten Beispielen für die Wirksamkeit der mütterlichen Impfung.
Die mütterliche Impfung gegen Keuchhusten kann das Risiko schwerer Verläufe bei Säuglingen unter sechs Monaten um mehr als 90 Prozent senken.
Bei RSV gilt: Wenn die mütterliche Impfung während der Schwangerschaft nicht durchgeführt wurde, stellt die Gabe monoklonaler Antikörper an das Neugeborene die empfohlene Alternative dar. Dabei nehmen Hebammen eine zentrale Rolle bei Erkennung, Information und Koordination ein.
Grippe
Die Grippeimpfung wird während der Herbst-Winter-Saison zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft empfohlen. Die Schwangerschaft erhöht das Risiko für respiratorische Komplikationen im Zusammenhang mit Influenza, insbesondere Pneumonien und pulmonale Superinfektionen.
Neben dem Schutz der Mutter weisen mehrere Studien auch auf einen indirekten Nutzen für den Säugling hin, mit weniger Hospitalisationen aufgrund von Grippe in den ersten Lebensmonaten. Einige Daten sprechen zudem für ein geringeres Risiko für Frühgeburtlichkeit und niedriges Geburtsgewicht bei geimpften Frauen.
COVID-19
Die Impfung gegen COVID-19 wird je nach epidemiologischer Lage und den geltenden Empfehlungen weiterhin im zweiten oder dritten Trimester empfohlen, insbesondere in der Herbst- und Winterzeit. Besondere Aufmerksamkeit gilt schwangeren Frauen mit Risikofaktoren für Komplikationen, darunter Immunsuppression, Adipositas, Diabetes, arterielle Hypertonie oder eine chronische Atemwegserkrankung.
Wie bei den anderen inaktivierten Impfstoffen, die während der Schwangerschaft verabreicht werden, verfolgt die Impfung ein doppeltes Ziel: Sie schützt die Mutter vor schweren Verläufen und ermöglicht gleichzeitig eine transplazentare Übertragung von Antikörpern, die in den ersten Lebensmonaten zum Schutz des Säuglings beitragen können.
RSV: eine wichtige Weiterentwicklung der Prävention
Seit Herbst 2025 stellt die mütterliche Impfung gegen das Respiratorische Synzytialvirus (RSV) einen wichtigen Fortschritt in der Prävention schwerer Atemwegsinfektionen beim Säugling dar.
Zwischen der 32. und 36. Schwangerschaftswoche verabreicht, ermöglicht diese Impfung vor der Geburt eine optimale Übertragung von Antikörpern auf den Fötus. Die verfügbaren Studien zeigen eine Wirksamkeit von rund 80 Prozent gegen schwere Verläufe, die in den ersten Lebensmonaten eine Hospitalisation erfordern.
Es gibt auch eine Alternative: die Gabe monoklonaler Antikörper an das Neugeborene nach der Geburt. Diese Strategie bietet einen vergleichbaren Schutz, der ebenfalls auf rund 80 Prozent gegen schwere RSV-bedingte Komplikationen im ersten Lebensjahr geschätzt wird.
Diese beiden Ansätze gelten heute als gleichwertige Präventionsstrategien. Die Wahl kann daher mit den Eltern besprochen werden, unter Berücksichtigung des klinischen Kontexts, der Organisation der Versorgung und der familiären Präferenzen. Für Hebammen besteht die Herausforderung oft darin, diese Schutzlogik einfach zu erklären: den Säugling entweder vor der Geburt durch die mütterliche Impfung zu schützen oder unmittelbar nach der Geburt durch monoklonale Antikörper.
Da die mütterliche Impfung gegen RSV in der Schweiz erst vor Kurzem eingeführt wurde, wird in den nächsten Jahren besonders interessant zu beobachten sein, welche Strategien Eltern und Gesundheitsfachpersonen bevorzugen werden.
Wichtiger Praxispunkt
Bei Müttern, die während der Schwangerschaft gegen RSV geimpft wurden, besteht für den Säugling derzeit keine Indikation, bei der Geburt zusätzlich monoklonale Antikörper zu erhalten.
Praxisnotiz: Impfzeitpunkt und Kommunikation
Obwohl die während der Schwangerschaft empfohlenen Impfstoffe ein ausgezeichnetes Sicherheitsprofil aufweisen, entscheiden sich manche Ärztinnen und Ärzte dafür, bestimmte Impfungen erst nach dem Organscreening im zweiten Trimester anzubieten, sofern dies mit den Empfehlungen vereinbar bleibt.
Dieser Ansatz betrifft vor allem die Impfung gegen Keuchhusten oder Grippe und ist in erster Linie eine Kommunikationsstrategie. Er kann manchmal helfen, wahrgenommene zeitliche Zusammenhänge zwischen der Impfung und leider häufigen Ereignissen in der Frühschwangerschaft zu verringern, etwa einer spontanen Fehlgeburt oder der Entdeckung einer fetalen Auffälligkeit.
Die Impfung gegen RSV bleibt spezifisch zwischen der 32. und 36. Schwangerschaftswoche empfohlen.
Serologien während der Schwangerschaft: Risikosituationen erkennen
Zusätzlich zum systematischen HIV-Screening wird in jeder Schwangerschaft ein Hepatitis-B-Screening empfohlen, um eine Mutter-Kind-Übertragung zu verhindern. Serologien zu Masern, Röteln oder Varizellen sind hingegen nur angezeigt, wenn der Impfstatus unbekannt, unvollständig oder unzureichend dokumentiert ist.
Wichtig ist: Zwei dokumentierte Dosen MMR-Impfstoff korrelieren stark mit einem dauerhaften Immunschutz, sodass in den meisten Situationen keine zusätzliche serologische Kontrolle nötig ist.
Wird während der Schwangerschaft eine fehlende Immunität festgestellt, stützt sich die Strategie vor allem darauf, Risikoexpositionen zu vermeiden, die Impfung des Umfelds sowie die Planung einer Impfung post partum.
Das Wichtigste in Kürze
| Zeitpunkt | Ziele | Wichtige Massnahmen |
| Vor der Schwangerschaft | Vermeidbaren Infektionen vorbeugen | MMR, Varizellen und Hepatitis B überprüfen |
| Während der Schwangerschaft | Mutter und Säugling schützen | Impfungen: dTpa (IPV), Grippe, COVID-19, RSV-Impfung |
| Ab der Geburt | Den Schutz von Mutter und Neugeborenem vervollständigen | Nachholimpfungen, Keuchhusten post partum, monoklonale Antikörper gegen RSV, wenn die Mutter während der Schwangerschaft nicht geimpft wurde |
| Kommunikation | Sich an die Bedürfnisse der Eltern anpassen und die therapeutische Partnerschaft stärken | Ask-Offer-Ask, aktives Zuhören, angepasste Information |
Nach der Geburt: den Schutz von Mutter und Neugeborenem vervollständigen
Das Wochenbett ist eine wichtige Phase, um Impfungen nachzuholen, die vor oder während der Schwangerschaft nicht durchgeführt wurden. Nach der Geburt kann die Mutter alle erforderlichen Impfungen erhalten, einschliesslich attenuierter Lebendimpfstoffe wie dem MMR- oder dem Impfstoff gegen Varizellen.
Da es sich bei diesen Impfstoffen um attenuierte Lebendimpfstoffe handelt, werden sie während der Schwangerschaft aus theoretischen Vorsichtsgründen vermieden, die mit der biologischen Plausibilität einer Virusvermehrung zusammenhängen.
Gleichzeitig ist es wichtig, die Patientinnen zu beruhigen: Die seit mehreren Jahrzehnten gesammelten Pharmakovigilanzdaten zeigen, dass eine versehentliche Verabreichung eines attenuierten Lebendimpfstoffs während der Schwangerschaft, zum Beispiel eine MMR-Impfung zu Beginn einer noch nicht bekannten Schwangerschaft, nicht mit einem Anstieg fetaler Komplikationen oder angeborener Fehlbildungen verbunden ist.
Stillen ist keine Kontraindikation für Impfungen, auch nicht für attenuierte Lebendimpfstoffe. Bis heute ist während der Stillzeit keine Impfung kontraindiziert, mit Ausnahme der Gelbfieberimpfung.
In der Praxis stellt eine solche Situation daher nie eine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch dar. Vor einer geplanten Schwangerschaft wird dennoch empfohlen, nach der Verabreichung eines attenuierten Lebendimpfstoffs ungefähr einen Zyklus abzuwarten, bevor eine Empfängnis geplant wird.
Stillen ist keine Kontraindikation für Impfungen, auch nicht für attenuierte Lebendimpfstoffe. Bis heute ist während der Stillzeit keine Impfung kontraindiziert, mit Ausnahme der Gelbfieberimpfung, bei der gewisse Expertengremien aus Vorsichtsgründen empfehlen, die Verabreichung bei stillenden Frauen nach Möglichkeit zu vermeiden.
Wenn die Impfung gegen Keuchhusten während der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden konnte, bleibt empfohlen, sie so rasch wie möglich nach der Geburt nachzuholen. Zwar ist der Schutz des Säuglings dann geringer als durch die mütterliche Impfung während der Schwangerschaft – mit einer geschätzten Wirksamkeit von rund 40 Prozent gegenüber mehr als 90 Prozent, wenn die Impfung vor der Geburt erfolgt –, doch ist diese Strategie deutlich besser als gar kein Schutz. Diese postpartale Impfung trägt dazu bei, das Risiko einer Übertragung von Keuchhusten von der Mutter auf den Säugling zu senken. Sie gehört zur sogenannten «Cocooning»-Strategie, die das Baby in seinen ersten Lebensmonaten schützen soll, indem enge Kontaktpersonen geimpft werden.
Über das medizinische Wissen hinaus wird die Qualität der Kommunikation heute zu einer klinischen Kompetenz eigener Art.
Impfung und Zögern: eine zentrale Beziehungsaufgabe
Die Schwangerschaft ist emotional eine besonders sensible Zeit. Werdende Eltern möchten ihr Kind schützen und sind oft mit sehr vielen, teils widersprüchlichen Informationen konfrontiert. Impfskepsis bedeutet nicht zwingend eine kategorische Ablehnung, sondern eher ein Kontinuum von Zweifel bis zu aufgeschobener Zustimmung, wie es Heidi Larson vorgeschlagen hat und MacDonald und Mitarbeitende 2015 in Vaccine aufgegriffen haben.
In diesem Kontext ist die Rolle der Hebammen grundlegend. Durch ihre Nähe zu den Patientinnen und die Vertrauensbeziehung, die sie während der Schwangerschaft aufbauen, sind sie besonders gut positioniert, um Entscheidungen zu begleiten.
Formen der Impfkommunikation
Man kann drei grosse Formen der Impfkommunikation unterscheiden.
- Die erste entspricht dem präsumptiven Ansatz oder «Default»-Ansatz. Dabei wird die Impfung als integraler Bestandteil der üblichen Betreuung vorgestellt: «Heute schlage ich Ihnen auch die Impfung gegen Keuchhusten vor, damit Ihr Baby in seinen ersten Lebensmonaten geschützt ist.»
- Die zweite Form beruht stärker auf einem sachlichen Ansatz, der Fragen beantwortet und wissenschaftliche Informationen vermittelt.
- Wenn die Impfskepsis stärker ausgeprägt ist, braucht es schliesslich oft einen stärker kommunikativen Ansatz. Das Ziel besteht dann nicht mehr nur darin, Informationen zu vermitteln, sondern vor allem darin, die Bedenken der Patientin zu verstehen, die therapeutische Beziehung zu erhalten und eine eigenständige Reflexion zu unterstützen.
Beziehungsdimensionen
Immer mehr Gesundheitsfachpersonen absolvieren heute spezifische Weiterbildungen in «erweiterten Kompetenzen in der Impfkommunikation». Diese oft interprofessionellen Weiterbildungen beschränken sich nicht mehr auf die Vermittlung wissenschaftlicher Kenntnisse, sondern legen den Schwerpunkt auf die Beziehungsdimensionen der Impfberatung. Sie beruhen insbesondere auf Simulationen und Rollenspielen, mit denen aktives Zuhören, der Umgang mit Emotionen, das Erkunden von Zögern und die Art trainiert wird, auch heikle Gespräche zu führen, ohne in eine Konfrontationslogik zu geraten. Dieser Ansatz widerspiegelt eine wichtige Entwicklung der Impfpraxis: Über das medizinische Wissen hinaus wird die Qualität der Kommunikation heute zu einer klinischen Kompetenz eigener Art.
Aus dieser Perspektive ist der Ansatz «Ask-Offer-Ask» in der Praxis ein besonders nützliches Instrument.
«Ask-Offer-Ask»
Zunächst wird um Erlaubnis gebeten, das Thema anzusprechen: «Wären Sie einverstanden, wenn wir ein paar Minuten über Impfungen während der Schwangerschaft sprechen?» Danach werden mögliche Bedenken erkundet: «Was beunruhigt Sie am meisten?»
Anschliessend bietet die Fachperson eine angepasste und gezielte Information an: «Wären Sie einverstanden, wenn ich Ihnen einige Informationen dazu gebe?»
Zum Schluss fragt sie bei der Patientin nach, um einzuschätzen, wie diese Information bei ihr ankommt: «Wie sehen Sie die Dinge nach diesem Gespräch?»
Dieser Ansatz fördert einen respektvollen und kooperativen Dialog. In bestimmten Situationen ist es bereits ein wichtiges Ziel an sich, die Qualität der therapeutischen Beziehung zu erhalten.
Fazit: ein einzigartiges Fenster für die öffentliche Gesundheit
Die Zeit rund um die Schwangerschaft bietet ein aussergewöhnliches Fenster für Prävention in der öffentlichen Gesundheit. Nur wenige Momente im Leben erlauben es, mit derselben präventiven Intervention gleichzeitig zwei Personen zu schützen.
In diesem Zusammenhang spielen Hebammen eine zentrale Rolle. Ihre Aufgabe geht weit über die reine Vermittlung von Impfinformationen hinaus. Sie fördern aktiv die Gesundheit, begleiten elterliche Entscheidungen und tragen zu einem Vertrauensklima rund um Impfungen bei – in einer Lebensphase, die häufig von Fragen, Emotionen und der Suche nach verlässlichen Orientierungspunkten geprägt ist.
In einer Zeit, in der Impffragen Sorgen oder Zögern auslösen können, werden ihre Beziehungshaltung, ihr Zuhören und ihre Fähigkeit, einen respektvollen Dialog aufzubauen, zu wesentlichen Kompetenzen der öffentlichen Gesundheit.
Übersetzung aus dem Französischen durch KI, redaktionelle Bearbeitung: Esther Grosjean
Für die Powerpoint-Präsentation des Referats hier klicken
Literatur
- Amirthalingam, G., Andrews, N., Campbell, H. et al. (2014) Effectiveness of maternal pertussis vaccination in England: an observational study. The Lancet; 2014;384(9953):1521–1528.
- MacDonald N. E. (2015) Vaccine hesitancy: Definition, scope and determinants. Vaccine;33(34):4161–4164.
- Munoz, F. M. (2018) Safety of influenza vaccination during pregnancy. Pediatric Annals.;47(3):e109–e114.
- Bundesamt für Gesundheit (2026) Schweizerischer Impfplan 2026. https://www.bag.admin.ch/de/schweizerischer-impfplan
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