Gemeinsame Erklärung von Catherine Russell, Exekutivdirektorin von UNICEF, und Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO, im Vorfeld der Weltstillwoche
Weltweit haben noch immer zu viele Mütter und Familien keinen Zugang zu Angeboten und Massnahmen, die das Stillen fördern und erleichtern.
Dabei ist Stillen eine der einfachsten und wirksamsten Möglichkeiten, die Gesundheit eines Kindes zu schützen. Es versorgt Säuglinge und Kleinkinder mit wichtigen Nährstoffen, stärkt ihre Immunabwehr, trägt dazu bei, sie vor schweren Krankheiten zu schützen, und fördert ihre kognitive Entwicklung.
Auch für Mütter bringt das Stillen wichtige gesundheitliche Vorteile mit sich, da es dazu beiträgt, das Risiko bestimmter nichtübertragbarer Krankheiten wie Brust- und Eierstockkrebs sowie Typ-2-Diabetes zu senken.
Erfreulicherweise steigen die Stillraten weltweit. Der Anteil der Säuglinge, die in den ersten sechs Lebensmonaten ausschliesslich gestillt werden, ist von rund 37 Prozent im Jahr 2012 auf heute über 47 Prozent gestiegen. In den vergangenen fünf Jahren stieg der Anteil der Kinder, die bis zum Alter von zwei Jahren gestillt werden, von 38 Prozent auf 50 Prozent.
Diese Fortschritte zeigen, dass sich kontinuierliche Investitionen in politische Massnahmen und Programme für Mütter und Familien auszahlen. Dennoch sind die Fortschritte ungleich verteilt, und viele Länder liegen hinter den globalen Zielvorgaben zurück. Die Abdeckung mit Angeboten zur Stillförderung ist weiterhin gering, politische Massnahmen werden nicht einheitlich umgesetzt und die Qualität der Angebote ist häufig unzureichend, insbesondere in ressourcenarmen Gebieten sowie in fragilen Situationen oder humanitären Krisen.
Quelle: Pressemitteilung der Weltgesundheitsorganisation vom 31. Juli

